Titel des Projekts

Ganztagsorganisation durch Hort-Kooperation

Projektleitung

Prof. Dr. Bärbel Kopp, Dr. Michael Haider, Christian Elting

Kooperationspartner

 

Projektmitarbeiter

 

Kurzbeschreibung 

Im innovativen Hort-Kooperationsklassen-Konzept einer Nürnberger Brennpunktschule arbeiten die Lehrkräfte von Grundschulklassen intensiv mit dem pädagogischen Personal des Horts zusammen. Damit wird ein Modell ganztägiger Bildung umgesetzt, das weit über die bloße Betreuung und Beaufsichtigung hinausreicht und für die Schüler mit teilweise ungünstigen sozialen und familiären Voraussetzungen nachteilsausgleichend wirken soll.

 

Dieses Konzept wird von 2013 bis 2015 vom Institut für Grundschulforschung mit dem Fokus auf der Leistungs- und Persönlichkeitsentwicklung der Schüler, der Zufriedenheit der Eltern sowie der Kooperation des pädagogischen Personals evaluiert, um auf Basis dieser Erkenntnisse eine solche nachteilsausgleichende Form der Ganztagsschule voranzutreiben. Durch die wissenschaftliche Begleitung sollen förderliche und weniger förderliche Aspekte erfasst und offengelegt werden.

 

In einem Elternfragebogen werden beispielsweise die Erwartungen an die Schule, die Zufriedenheit und die Einschätzung des Schulbetriebs sowohl in der besonderen Kooperation als auch in der traditionellen Form in den Blick genommen. Die Akzeptanz seitens der Eltern kann Hinweise auf positive Effekte des Konzepts, aber auch auf Schwachstellen und weiteren Entwicklungsbedarf liefern. So können diese Ergebnisse helfen, die Umsetzung von Ganztagsschulkonzepten zu optimieren.

 

Die Lehrkräfte und das pädagogische Personal im Hort werden durch Leitfadeninterviews befragt. So werden Ergebnisse gewonnen, die dazu dienen, den Gewinn für die Kinder durch die beteiligten pädagogischen Fachkräfte einzuschätzen. Zusätzlich soll in einem Fragebogen der persönliche Gewinn und der Aufwand des Konzeptes beurteilt werden, indem z.B. die Team- und Kooperationsstruktur eingeschätzt wird – mit dem Ziel, Verbesserungsmöglichkeiten aufzudecken, Ablaufstrukturen zu effektiveren sowie Chancen und Grenzen dieser Innovation aus der Perspektive der Akteure zu beleuchten.

 

Zentral ist letztlich die Schülerseite und die Frage danach, ob sich solche Konzepte intensiver pädagogischer Kooperation förderlich auf das Lernen der Kinder, auf ihr Wohlbefinden, auf ihre Persönlichkeitsentwicklung (Selbstkonzept und Motivation) und auf das soziale Klima auswirken. Dazu soll die Entwicklung der Kinder verfolgt werden. Dies geschieht mittels Tests und Fragebogenerhebungen zu drei Messzeitpunkten (zu Beginn und Ende des ersten Schuljahres sowie zum Halbjahr des zweiten Schuljahres). Beteiligt sind dabei alle Kinder der Hort-Kooperationsklassen und der Vergleichsklassen im Regelbetrieb ohne besondere Kooperation. Durch diesen Vergleich lässt sich abschätzen, ob die Unterschiede zwischen Kooperationsklassen und denen im Regelbetrieb auf die Organisationsform zurückzuführen sind und ob sich die beabsichtigten Wirkungen der intensiven pädagogischen Kooperation (bessere Förderung, mehr Motivation, besseres Sozialklima bei den Kindern der Hort-Kooperationsklassen) überhaupt zeigen.

Projektdauer                                                

Juli 2013 – Juli 2015             

Finanziert durch

Sonderfonds für wissenschaftliches Arbeiten an der Universität Erlangen-Nürnberg